Samstag, 1. Oktober 2016

Der Versuch den Niedergang des Kapitalismus zu stoppen - Rettung durch 'kommunistischen' Yuan

Mowitz
Auf dem Jahrestreffen 2010 des Internationalen Währungsfonds (IWF), war man sich darüber einig, dass man sich nicht einig war. Der Yuan war zu schwach, der Dollar auch, und der Euro zu stark. Der Währungsstreit damals wurde nicht beigelegt. Am Ende der Beratungen gab der IWF ein Kommunique heraus, in dem er vage von einer Vertiefung auf dem Gebiet der Währungsschwankungen sprach. Mehr Konkretes gab es nicht.

Und nun: China wächst noch immer, die USA weniger und Europa ist auch nicht mehr das was es einmal war, jetzt wo es sich im US-geführten Sanktionskrieg gegen Russland, selbst unaufhörlich ins eigene Bein schießt. Den "Westen" gegen Russland aufzuwiegeln, ist Washington nicht auf Dauer gelungen. In einer gebeutelten EU werden starke Absetzungsbewegungen von den Sanktionen immer spürbarer und bald steht nur noch die US-Statthalterin in Europa, Angela Merkel, allein auf verlorenem Posten in Europa da.

10. Oktober 2010 Bei der IWF-Jahrestagung bleibt der Währungsstreit ungelöst
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Das Schicksal des Petrodollar steht auf Messers Schneide. Russland ließ schon 2014 die Bombe platzen, seinen Handel vom Dollar abzukoppeln und den Verkauf seines Erdöls und Erdgases in Zukunft nur noch in Rubel oder der Währung des jeweiligen Handelspartners abzuwickeln.
"Und dann, über Ängste in Washington sprechend, gilt es das Schicksal des Petrodollar zu bedenken, oder vielmehr die “thermonukleare” Möglichkeit, dass Moskau und Peking sich bei der Zahlung für den Gazprom-CNPC-Deal nicht auf Petrodollars, sondern auf chinesische Yuan einigen. Man kann sich kaum eine schwerere tektonische Verschiebung vorstellen, bei der sich Pipelineistan mit einer wachsenden politisch-ökonomisch-energiebezogenen Partnerschaft zwischen Russland und China kreuzt. Zusammen damit besteht die künftige Möglichkeit zu einem Vorstoß, abermals von China und Russland angeführt, hin zu einer neuen internationalen Reservewährung – eigentlich ein Währungskorb –, die den Dollar (zumindest in den optimistischen Träumen der BRICS- Mitglieder) ersetzen würde."
Und heute die Meldung vom IWF, der chinesische Yuan ist seit heute, gemeinsam mit dem Euro, dem US-Dollar, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund Teil des Weltwährungskorbes. Dabei soll die Entscheidung zur Aufnahme der chinesischen Währung bereits schon im Februar gefallen sein.

Ein historischer Meilenstein des kapitalistischen Wirtschaftssystems durch das "kommunistische" China? An dem Brocken werden sowohl Peking als auch Washington noch lange kauen müssen - ehe sie ihn schlucken können.

Auch auf die Imperiums-Vasallen, die den Rest des "Westens" ausmachen, werden sich die Verdauungsbeschwerden des Imperiums abfärben. Allein der Brexit, falls er durchgeführt wird, macht Europa schwächer, nicht stärker. Dementsprechend wird auch der zukünftige Einfluss Europas auf die Weltpolitik geringer ausfallen als heute.

Die in den VSA zur Wahl stehenden Präsidentschaftskandidaten Trump/Clinton, lassen die Zukunftserwartungen, eher in den Keller sinken als erwartungsvoll in die Höhe schnellen.

Und Frankreich wird mit einer möglichen Präsidentin Marine Le Pen nicht nur selbst eine Last tragen die nicht nur zu schwer für Frankreich sein kann, sondern gleich für ganz Europa. Und unter Merkel leiden bereits heute eine Mehrzahl der Deutschen und glauben, dies läge aber nicht an Merkel. Und so tappen wir alle hoffnungsfroh im Dunkeln und hoffen, "es wird schon wieder". War da vorne nicht das Licht am Ende der Dunkelheit? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

FH

Mittwoch, 28. September 2016

MH-17-Abschuss: Moskau antwortet auf den JIT-Bericht

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa
Das russische Außenministerium hält die Schlussfolgerungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (JIT) über den Absturz der malaysischen Boeing am 17. Juli 2014 im Donbass für voreingenommen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa verwies auf zahlreiche Ungereimtheiten.
"„Russland ist enttäuscht, dass sich die Situation rund um die Untersuchung der Boeing-Katastrophe nicht ändert. Die Schlussfolgerungen der niederländischen Staatsanwaltschaft bestätigen nur, dass die Ermittlung voreingenommen und politisch motiviert ist. Es ist für unsere westlichen Kollegen bereits zur Norm geworden, eigenmächtig die Schuldigen zu bestimmen und gewünschte Resultate zu erdenken. Man möchte schon fragen: Wie lange wird das noch dauern?“, kommentierte Maria Sacharowa den JIT-Bericht.
Die internationale Ermittlungsgruppe zur MH17-Katastrophe (JIT) geht auf Grund des bislang ausgewerteten Materials davon aus, dass das BUK-Geschoss, das am 14. Juli 2014 das Flugzeug traf, von Rebellengebiet aus abgeschossen wurde.
Mehr lesen:Live-Updates: Internationale Ermittlungsgruppe präsentiert Ergebnisse zum MH17-Absturz

Dabei hob die Sprecherin des russischen Außenministeriums hervor, dass Moskau seine Zusammenarbeit angeboten habe. Stattdessen habe man die russischen Behörden von der Untersuchung entfernt.
"„Das mag wie ein böser Witz klingen, aber man hat die Ukraine zum vollwertigen Mitglied der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (JIT) gemacht und ihr dadurch die Möglichkeit geschenkt, Beweise zu fälschen und die Angelegenheit zu ihren Gunsten zu wenden“, sagte die Diplomatin.
Dennoch hoffte Maria Sacharowa, dass sich die Situation noch ändern würde und dass die endgültigen Schussfolgerungen im Unterschied zu den vorläufigen doch objektiv sein und auf die wahren Urheber der Tragödie hinweisen würden, nachdem Russland an die JIT die unanfechtbaren Beweisen in Form von rohen Radardaten übergeben hatte.

Seinerseits sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, dass die russische Seite erschöpfende Informationen über die MH-17-Katastrophe zur Verfügung gestellt habe. Moskau werde die Ergebnisse der niederländischen Untersuchung unter die Lupe nehmen.

Quelle: RT Deutsch